Bemerkenswert

[Welt]-wie sie mir gefällt…

„Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt!“, hat Pippi Langstrumpf groß rumgetönt und es hat ihr keiner den Wind aus den Segeln nehmen können. Sie schipperte dahin ins Takatukaland und wurde reich entlohnt. Aber sie legte noch einen Klopper oben drauf!-Ganz recht, sie lief die Decke entlang wie eine Fliege, alles was sie dafür brauchte war eine klebende Haftcreme unter ihre Sohlen zu schmieren und ein Limonadenbaum mit endlosem Dispo stand fast direkt vor ihrer Haustür.

Warum nun dieser Exkurs? Ganz einfach, ich persönlich finde, dass die Welt viel mehr in diesen Bahnen laufen sollte. Und das tut sie leider nicht. Kinder werden für ihre ausgefallene Kleidung gehänselt, wenn sich ihre Ideen von der Masse abheben, dann werden sie schräg angeschaut, oder abgestoßen. Magische Limonadenbäume werden Kindern wie der Floh eines Weihnachtsmannes aus dem Kopf katapultiert, weil sie ohnehin im Handumdrehen erwachsen werden müssen-ansonsten wären sie in dieser Welt doch gar nicht lebensfähig! Und auf den Kopf gestellt werden die Sachen schon gar nicht-das gehört sich schlicht und ergreifend nicht und wo kämen wir denn erst hin, wenn sich jeder die Welt machen würde, wie es ihm oder ihr gerade in den Kram passt!

Ja, wo kämen wir dann hin? Das kann ich Euch sagen!:
Auf einen Blog namens T(j)innef nämlich, auf dem eine Pippisympathisantin ihr Unwesen treibt, die ihren Namen Astrid Lindgren zu verdanken hat. Tag ein Tag aus steht sie auf dem Misthaufen und wartet auf den Regen mit dessen Hilfe sie den Sternen entgegen wachsen will, anstatt einer Werkstatt verkriecht sie sich nicht zum Schnitzen, sondern zum Gedankenspinnen in ihrem Bauwagen und während sie noch an der Rezeptur für die Schuhpaste à la Langstrumpf tüftelt, macht sie sich erstmal nach Takatukaland auf und nimmt euch mit!

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Seepferdchen im Haifischbecken

HAIFISCHBECKEN?! Die spinnt ja wohl! Und warum überhaupt meldet sie sich wieder, jetzt wo das Reisen sowieso erstmal auf Standby steht!?

Weil diese sie, die sich jetzt Studentin schimpfen darf, wieder eine kleine Reise hinter sich hat. Genau auf den Tag, naja in NZ wäre es nun schon gestern vor einem Jahr, bin ich in Wellington eingetrudelt und auf dem Beifahrersitz von einem skurrilen Landwirten gelandet. Nun, ein Jahr später, könnte meine Situation kaum entgegengesetzter sein, „Seepferdchen im Haifischbecken“ weiterlesen

Kultnacht 2018

Kultnacht 2018

Foto: Artelier Alte Schule Tiebensee

Hallo zusammen!

Vergangenes Wochenende habe ich im Rahmen der Kultnacht (Kunstgriff) im Glashaus gesessen und ein paar selbstgeschusterte Texte zum besten gegeben. Da das Thema Ausland nach wie vor allgegenwertig war, habe ich mir gedacht, dass ich diese Texte an dieser Stelle hier mit euch teilen möchte. Viel Spaß beim Nachlesen!

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Heimat – mehr als ein Gefühl

Was ist Heimat?

Ich kann euch nun eine Antwort geben: Meine Heimat ist so vielseitig und vielschichtig, dass sie mich auf den ersten Blick und Schritt erschlagen und glatt umgehauen hat. Es fühlt sich an wie ein erstes Date. Auf dem Flug habe ich noch einen Kiwifilm geschaut und einen Australier neben mir sitzen gehabt, aber als wir aufgefordert werden auszusteigen – da schwillt etwas in mir an, das fast platzt – ich trabe in federnen Großschritt an den anderen Passagieren vorbei, die ich erst vorgelassen hatte, die mir dann aber doch zu langsam sind.

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Flugblatt

Es regnet Kalenderblätter, der Wind wirbelt sie in die Luft,

ihr weißer Blattschnee, reitet über den Wolken wie Taubenfedern ins ferne Nimmerland,

einst ausgezupft wie die Blätter eines Gänseblümchens, Blatt für Blatt,

niemand hat ihn kommen sehen, den jungfräulich wirkenden Neuschneesturm.

Wer lässt sich trügen von dem zahnpastablendenden Weiß,

das erst den Sommer, dann den Herbst und auch den Frühling geschluckt hat, wie ein rabenschwarzes Wurmloch?

Da hat mich doch tatsächlich der Taxifahrer gefragt, ob ich verheiratet bin, oder kurz davor…Ich bin froh nun endlich am Flughafen zu sitzen – viel zu früh, aber was soll’s! Geschafft ist geschafft. Die Blicke und die Fragen nach einem Freund, oder Reisepartnern und nun auch noch dem Ehemann – das war mir alles ein bisschen viel, um ehrlich zu sein.

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nächtliche Flügelschläge

Wir stoben nachtaktiv durch die Nacht, zucken wie Sternschnuppen über den Himmel, ohne Ziel.
Unser bildschirmbehelltes Gesicht setzt uns einen biolumineszenzären Schleier auf, ist er heilig, nur weil er angehimmelt wird?
Der Maskeradenvorhang fällt weder vor klimatären Umschwüngen, der Tunnelblick blendet Links und Rechts aus.

Ich sitze in Brisbane am Flughafen, kurz zuvor wurde ich von Polizisiten auf der Straße angequatscht, sie haben mich nach einer verdächtigwirkenden Person für eine Backpackerin abgestempelt. Dann habe ich mir über Uber eine günstige Taxialternative zum Flughafen gegönnt und den ersten Muslim getroffen, nach einer interessanten Unterhaltung über Religion und Kultur und auch den IS bin ich wieder schlauer geworden. By the way: Wusstet ihr, dass Eukalyptus Koalas nicht wirklich high macht? Vielmehr versorgt sie ihre Ernährungsweise nicht mit genügend Energie um einen Ausdauersportler abzugeben, also wird stattdessen lieber abgehangen;-) „nächtliche Flügelschläge“ weiterlesen

The multi-million dollar weed

Manuka- The multi-million dollar weed

Between November and March, starting off in the North of New Zealand, is the Manukatree in white and pink bloom. Just in time for Christmas the hillsides of Farmer Rohnan Dennis in the summer of Wairarapa, near Castlepoint, appear as if they’re covered in snow. That means peak season for the beekeepers.

For a long time, this snow has been cursed, because the myrlte plant, also known as Southseamyrtle (or New Zealand myrtle) was presumed to be disturbing “undergrowth”. This reputation is a heritage of the colonial area, for the reason that European settlers gained farmland during that time by burning down 80 percent of the New Zealand bush. For the fact that Manuka (Leptospermum scoparium) is really tough and resistant, it was the first plant which carried roots on the cleared areas and has according to that uninterrupted been wiped out by the settlers. Today Manuka is used for the long-termed reforestation of this vegetation, which can last up to 75 years. The advantage of Manuka: The plant is neither eaten by sheep, nor makes it high demands on the soil. Ideal growing conditions are preserved on the North island and the southeast Australia.

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Sternschnuppenstaub

Wieder festen Boden auf den Füßen!

Nach den Whitsunday Inseln war ich noch benommen und bin verloren durch die Gegend getorkelt, nach Fraser bin ich auf dem Boden der Tatsachen angekommen:

Zwei Nächte und drei Tage war ich auf See und habe die Whitsundays genossen:-)

Und seekrank war ich am Ende nicht, so konnten der Sonnenuntergang und die Sterne ohne Beigeschmack genossen werden.

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Ich sage es dir durch die Lotusblüte!

Hallo in die Welt!

Ich habe mich nun länger nicht hören gelassen, oder es fühlt sich endlos lange an, weil so viel passiert ist. Von Sydney ging es nach Cairns. Und von Cairns in den ältesten Regenwald der Welt der Daintree Rainforest. Gereist bin ich mit Uncle Brian Tours. Es wurde geschwommen, gelacht und gesungen.

Der Hairflip – vor DEM Wasserfall, dieses Bild (Millaa Millaa Falls herbal essentials hair flip) lässt sich übrigens auch mit einem Kahlkopf nachstellen!! Einige Mädchen waren sehr heiß auf dieses Foto, ich habe es dann mal mitgemacht – so aus Freude an der Sache :-D wenn man schon einmal da ist:-) „Ich sage es dir durch die Lotusblüte!“ weiterlesen

Heim- und Fernweh

Oft wurde ich gefragt: Heimweh? – Kenne ich nicht, war meine Antwort.

Aber das Blatt hat sich gewendet. Urplötzlich schleicht sich ein Fernweh in meinen Kopf, eine Stimme, die mir Gänsehaut verschafft, wenn ich an den Busch, meinen Kiwidad, die Insider, die Hunde und überhaupt Neuseeland denke. Erschwert wird diese „Krise“ durch Jagdbilder nach erfolgreicher Wildschweinjagd, die ich um ein Quäntchen verpasst habe.

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